Holt das Popcorn, ON16 ist da!

am 10. August 2016 in Aktuelles von
Bisher unkommentiert »

Hallo liebe ON16erin bzw. Hallo lieber ON16er,

zunächst ein DICKES Willkommen im Onlinemedien-Studiengang! Obwohl wir uns noch nicht getroffen haben, sind wir (ON15) uns sicher, dass wir uns prächtig verstehen werden! Und hier gleich einmal zwei Traditionen unseres Studiengangs:

Zum einen werden die Erstis ordentlich willkommen geheißen und zum anderen wird für sie eine Facebook-Gruppe gegründet.
Unter diesem Link findest du sie: https://www.facebook.com/groups/882964731831110/?ref=bookmarks

Was du dir zudem unbedingt gut merken solltest:
Jeden Mittwoch oder Donnerstag findet der Stammtisch statt. Meistens trifft man sich studiengangsübergreifend im Ludwigs oder im Brauhaus von Mosbach, um dann gemeinsam abzuhängen und jede Menge Spaß zu haben. Natürlich sind du und jeder deiner Kommilitonen herzlichst dazu eingeladen uns beizustoßen. Der Stammtisch wird momentan von Christina Tietz, der Freizeitbeauftragten von ON15, organisiert. Wenn du Fragen hast, stell sie einfach in der Gruppe an sie.
Der Veranstaltungsort und die Zeit werden euch jede Woche neu per Facebook mitgeteilt (meist ziemlich knapp davor). Seid also aufmerksam! Natürlich könnt ihr auch persönlich Kontakt zu uns aufnehmen. Keiner von uns beißt, versprochen!
Als kleiner Tipp: Der Sommer ist dieses Jahr wieder sehr warm. Meistens fühlt man sich im Gebäude, trotz ausgiebigem Lüften, wie Popcorn. Also viel Wasser mitnehmen und:

'You better put on some lotion.'

Abbildung: You better put on some lotion.’

 

Quellen:

Abbildung: https://s3.amazonaws.com/lowres.cartoonstock.com/food-drink-popcorn-kernel-lotion-suncream-sun_cream-dre2240_low.jpg

User-Centered Design (UCD)

am 01. August 2016 in Tech, Tools & Bücher von
Bisher unkommentiert »

Produkte, Onlineshops und Webseiten etc. sind eben nur dann erfolgreich, wenn sie auf die Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele der zukünftigen Nutzer zugeschnitten sind.
Was könnte daher noch hilfreicher sein als ein benutzerorientierter Prozess um ein jeweiliges Produkt zu generieren? Richtig, nichts!

Also was ist dieses „User-Centered Design“ überhaupt und wie wendet man es an?

Unter dem Begriff „User-Centered Design“ versteht man einen benutzerorientierten Prozess, der das Ziel hat, ein für den Nutzer gebrauchstaugliches (Usability) Produkt zu schaffen, welches ihm ein positives Nutzererlebnis (UX) bietet.
Der „UCD“- Prozess ist zudem ein iteratives Vorgehen, in welcher der User von Anfang an bis zur Fertigstellung des Produkts die Schlüsselfigur darstellt.
Dieses Vorgehen lässt sich in 4 Phasen gliedern:

 1. Analyse des Nutzungskontextes

a) Die Gestaltung basiert auf einem umfassenden und genauen Verständnis des Benutzers (Kenntnisse + Fertigkeiten + Erfahrungen) und seiner Aufgaben (zur Zielerreichung erforderlichen Aktivitäten), sowie dessen Arbeitsmittel und Organisation (Firmenkultur => technisch-soziales Umfeld)

 2. Entwicklung und Definition von Nutzungsanforderungen

a) Aus der Kontextanalyse werden Nutzungsanforderungen abgeleitet, die während des Entwurfsprozesses umgesetzt werden sollen.

Eigenschaften von Anforderungen

Abbildung 1: Eigenschaften von Anforderungen

3. Konzeption und Entwurf

a) Man macht die Gestaltungsidee für den Benutzer erlebbar, indem man den zuvor definierten Nutzungsanforderungen nach und nach Gestalt gibt. Dabei folgt man der „Kultur des Ausprobierens“ (=>Wegwerfen tut nicht weh) und geht von der zunächst „groben“ Gestaltung über zur „Feinen“.
b) Zu Unterscheiden gilt zwischen folgenden Prototyping-Stufen

  • Konzeptioneller Prototyp (Verbale Beschreibung)
  • Papierprototyp (Handskizze)
  • Statische Bildschirmdarstellung
  • Dynamische Simulation (Simul¬ation einfacher Abläufe)

4. Evaluation
a) Die Gestaltungslösungen/Prototypen werden nun aus der Benutzerperspektive evaluiert und je nach Anwendungsfall und Feedback weiter optimiert. Zuletzt erfolgt noch die Prüfung, ob diese auch wirklich die Nutzungsanforderungen erfüllen.

Das zentrale Merkmal des UCD-Prozesses ist ein zielorientiertes, iteratives Wechseln zwischen Analyse-, Design- und Evaluationsprozessen, sowie die Fortentwicklung ihrer jeweiligen Resultate.

Nach korrekter Anwendung dieser Methode steht eurem Unternehmenserfolg kaum noch etwas im Wege!

Zum Schluss das Ganze noch als übersichtliche Grafik zusammengefasst:

Wechselseitige Abhängigkeit menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten

Abbildung 2: Wechselseitige Abhängigkeit menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten


Quellen:

Usability Toolkit

Ergo Online

Usability in Germany

Frauenhofer FIT – Zertifizierter Usability Engineer (Ausbildung zum zertifizierten Usability Engineer Ordner 23. – 27.02.2015)

Procontext

Thinkneuro

Mannsmedia

Abbildung 1: Procontext

Abbildung 2: Ergo Online

Teams mit Onlinemedien-Studenten belegen Siegerplätze bei Daimler-Hackathon

am 13. April 2016 in Aktuelles von
2 Kommentare »

Vergangenes Wochenende arbeiteten 10 internationale Teams im Rahmen des hack.stuttgart Events innovative Lösungen für die Automobilindustrie aus. Am Freitag, dem 8.4.2016 fanden sich die 50 internationale Teilnehmer in der Red Buddha Lounge Stuttgart ein, um neue Konzepte mithilfe von e-Health und Smart Home Kits zu erforschen. Vor Ort kümmerte sich das Daimler DigitalLife Campus Team um die Organisiation des Events, die Verpflegung sowie das Wohlbefinden der Teilnehmer und unterstützten sie bei der Arbeit mit der Hardware. Nach 24 genau Stunden, viel Kaffee und wenig Schlaf präsentierten die 10 Teams ihre Konzepte. Unter den Lösungen fanden sich all-in-one Technologie-Kits für Caravans und Oldtimer, Notfallassistenten und intelligente Erinnerungssysteme .

Die Jury setzte sich aus Experten-Mitarbeitern von Daimler verschiedenster Fachrichtungen zusammen. Zwei der drei Teams auf dem Siegertreppchen hatten Mitglieder aus dem Studiengang Onlinemedien der DHBW Mosbach. Das Team von ON13-Student Marcel Engelmann belegte mit RoadJoy den dritten Platz. RoadJoy überwacht die Vitaldaten der Mitfahrer und ermöglicht dem Fahrer mit seinem Fahrstil besser auf deren Bedürfnisse einzugehen. Die langfristige Vision dahinter sieht das Team in der Zukunft autonomen Fahrens. Dabei soll das Fahrsystem automatisch für optimales Wohlbefinden und Komfort der Fahrgäste sorgen.

Als Sieger ging das Team ‘Inceptor’ hervor. Michael Melchger, Stanislav Frolov, Marcus Eisele, Thomas Kunze und Jan Wirth (ON13) entwickelten zusammen eine Lösung, die Leben retten soll. Im Zeitalter des Always-Online-Daseins stellen Ablenkungen durch Infotainment und Kommunikationssysteme wie WhatsApp als Unfallursache eine große Gefahr für Leib und Leben dar. Durch die Nutzung von Vital-, Umgebungs- und Fahrzeugdaten erkennt das von Inceptor entwickelte System eine gefährliche Situation wie z.B. ein Überholmanöver. Es verzögert die Weiterleitung von Sofortnachrichten und Anrufen an den Fahrer, bis die Situation wieder entspannt ist und eine niedrige Gefahr von dem Anspruch ausgeht, die das Kommunizieren an den Fahrer hat. Die Sieger erhielten einen Gutschein für ein Mercedes Young Driver Training Day.

Es sind weitere internationale Hackathons geplant, u.A. in China, mit denen Daimler innovative Ideen und junge Talente im Bereich IT entdecken will.

Ich bin dann mal weg. Wie auch du zu deinem Theorie-Auslandssemester kommst

am 19. Februar 2016 in Aktuelles, ON-Guide, ON-Life von
Bisher unkommentiert »

Wenn du diesen Artikel liest, sitze ich wahrscheinlich schon in einer meiner ersten Vorlesungen in England. Hinter mir liegt über ein Jahr Arbeit, vor mir ein Theorie-Auslandssemester an der University of Leeds. Damit bin ich als Onlinemedien-Studentin eine richtige Rarität. Seit mehreren Jahren hat das niemand mehr gemacht. In diesem Beitrag werdet ihr erfahren, warum das wahrscheinlich so ist, aber auch wie ihr erfolgreich ein eigenes Auslandssemester plant.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich bereits vor Studienbeginn im Sekretariat nachgefragt habe, wie das mit internationalen Möglichkeiten im Studium aussieht. Ich wurde mit einer Informationsveranstaltung im zweiten Semester vertröstet. Für euch getestet: Als Onlinemedien-Student lohnt sich die nicht.

Der Grund ist der gleiche, warum auch kaum ein Onlinemedien-Student ein Theorie-Auslandssemester macht: Für Onlinemedien gibt es kein Erasmus-Austauschprogramm. In einer solchen Vereinbarung würde stehen, dass ein Mosbacher Onlinemedienstudent für ein Semester in XY studiert und ein XY Onlinemedienstudent für ein Semester in Mosbach. XY ist in diesem Fall eine beliebige Uni in Europa. Der Student zahlt die Studiengebühren seiner Heim-Uni weiter, in unserem Fall ist das praktisch, wir zahlen keine. Bei International Business ist das kein Problem, bei Onlinemedien schwierig. Dafür ist unser Studiengang zu besonders und nunja, studieren auf Deutsch ist für die meisten Ausländer keine Option.

Mitarbeiter im Auslandsamt werden euch sagen, die bestehenden Vereinbarungen der Fakultät Wirtschaft zu überprüfen. Eventuell besteht die Möglichkeit, den Platz eines BWL-Studenten einzunehmen. Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass die DHBW Mosbach zwar einige Erasmus-Vereinbarungen hat, Hochschulen besipielsweise in Spanien oder Südkorea aber keine englischen Studiengänge anbieten, die Onlinemedien ähnlich sind. Irgendwie auch verständlich.

Für mich, für dich, für jeden interessierten Onlinemedienstudenten bleibt, Stand heute, nur eine Möglichkeit. Ihr kümmert euch selbst. Schon diese Entscheidung müsst ihr euch gut überlegen, denn da kommt einiges auf euch zu: Sehr viel Organisationsaufwand, Studiengebühren im Ausland und Klausuren in einer fremden Sprache um nur einige Punkte zu nennen.

„Freemover“ heißt man dann bei der DHBW Mosbach. Im Ausland heißt das meistens „Study Abroad Student (fee-paying)“. Als erstes solltet ihr das grundsätzliche OK von der Studiengangsleitung und von eurem Unternehmen einholen. Die  Studiengangsleitung ist einem Auslandsaufenthalt in der Regel positiv gegenüber gestellt, beim Unternehmen kann das schon anders aussehen. In meinem Fall geht das Semester im Ausland fünf Monate. Das ist neun Wochen länger als das 4. Theoriesemester in Mosbach. Zusätzlich werden die Module nie 100 Prozent mit denen in Mosbach übereinstimmen. Da ist Überzeugungskraft gefragt.

Parallel dazu solltet ihr euch überlegen, welche Universitäten überhaupt in Frage kommen. Mir war relativ schnell klar, dass ich nach England möchte. Englischsprachig musste sein, für die USA war mir der Flug zu teuer (Außerdem: England <3). Größere Universitäten sind, was internationale Austauschstudenten angeht, organisierter, habe ich mir gedacht. Ein weiteres Kriterium: Ich wollte eine Universität besuchen, die in Rankings gut abschneidet. Also habe ich mir eine Liste englischer Universitäten gesucht und eine Universität nach der anderen anhand folgender Kriterien abgearbeitet:

  • Study abroad möglich?
  • Höhe der anfallenden Studiengebühren
  • Studiengänge und einzelne Module, die zu Onlinemedien passen
  • Term Dates
  • Benefits (Wohnheimplatz garantiert, Flughafenabholung, …)
  • Position in Hochschulrankings

Das war eine Arbeit! Dazu kam, dass viele Universitäten die nötigen Infos nicht auf der Website hatten, beziehungsweise nicht zu finden waren, die musste ich dann persönlich anschreiben. Spoiler: Am Ende war ein Auslandssemester nur da möglich, wo auch alle Infos auf der Website zu finden waren. So habe ich nach und nach ausgesiebt, bis am Ende vier Universitäten in der engen Auswahl standen.

Erst dann habe ich mich mit den Bewerbungsmodalitäten vertraut gemacht. Mal sollte man die Formulare online einreichen, mal per Mail schicken, aber unter dem Strich waren die zu einreichenden Dokumente die gleichen:

  • Bewerbungsformular: Neben personenbezogenen Daten werden hier auch die Module gewählt. Dazu später mehr.
  • Motivationsschreiben: Ja, ihr müsst ein Bewerbungsschreiben auf Englisch verfassen.
  • Sprachtest: Eine Unterschrift von der Englischlehrerin reicht hier nicht. Ihr müsst einen IELTS oder TOEFL absolvieren, der um die 200€ kostet und in dem möglichst gut abschneiden.
  • Transcript of Records: Eine Übersicht über eure Noten nach dem ersten Studienjahr. Wird vom Sekretariat ausgestellt.
  • Referenz: Hier verfasst die Studiengangsleitung ein paar nette Worte, warum ausgerechnet ihr ein Auslandssemester absolvieren solltet.

Bewerbt ihr euch auf ein Auslandssemester im 4. Semester, ist die Bewerbung spätestens zwischen Mitte Oktober und Ende November (je nach Uni) einzureichen. Beachtet bitte, dass ihr euch früh genug für den Sprachtest anmeldet und ihr nach Absolvieren des Tests noch ein paar Wochen auf eure Ergebnisse warten müsst.

Das Kniffligste an der Bewerbung ist die Auswahl der Module. Bei manchen Universitäten sind nicht alle Module für Austauschstudenten verfügbar. Außerdem könnt ihr nur Module wählen, die genau und ausschließlich in dem Semester laufen, in dem ihr im Ausland seid. Die Module sollten natürlich einigermaßen mit denen übereinstimmen, die ihr in Mosbach verpasst. Mit eurer vorläufigen Modulwahl geht ihr dann zur Studiengangsleitung. Die kann Module priorisieren und die streichen, die keinen Sinn machen. Am Ende sollten mindestens 30 ECTS übrig bleiben.

Wenn jetzt noch eure Noten und euer Sprachtest gut genug sind, dann habt ihr alles für die Bewerbung zusammen!

Ich habe mich ausschließlich an der University of Leeds beworben. Aus den ursprünglich vier Universitäten in der engeren Auswahl waren zwei dann doch nicht möglich, eine hat sich viel zu lange nicht gemeldet. So blieb am Ende nur mein Favorit übrig. Vier Wochen nach meiner Bewerbung erhielt ich Mitte November die Zusage der Universität. Achtung! Das heißt nicht, dass ihr für alle Module akzeptiert wurdet. Änderungen an den Modulen, sollten eure Wunschmodule nicht klappen, sind aber bis Studienbeginn Ende Januar möglich.

Wenn ihr es mal so weit geschafft habt, Glückwunsch und viel Spaß bei eurem Auslandssemester!

Natürlich gibt es auch für das Studentenwohnheim eine Deadline. Ihr müsst im Auslandsamt in Mosbach den Freemover-Antrag einreichen, ein Learning Agreement aufsetzen und einen Flug buchen, aber das macht ihr dann mit links.

Es gibt noch viele weitere Themen, die ich nicht angesprochen habe. Zu Kosten und AuslandsBAföG könnte ich noch genauso viel schreiben. Ich verlinke euch die wichtigsten Seiten und falls ihr Fragen habt, könnt ihr gerne auf mich zukommen.

DHBW Mosbach: Auslandsemester

Bafög für die Ausbildung in Großbritannien und Irland

University of Leeds: Exchange and Study Abroad

Augmented Reality

am 24. Januar 2016 in Aktuelles, Tech von
Bisher unkommentiert »

IKEA, Audi, Opel, Mercedes, Airbus und McDonalds – so unterschiedlich diese Unternehmen in ihren Tätigkeitsfeldern sein mögen, eines verbindet sie: Die Nutzung der neuartigen Technologie „Augmented Reality“.
Aber was bedeutet eigentlich “Augmented Realtiy” (kurz: AR)?
Handelt es sich hierbei bloß um einen Trend oder wird man in Zukunft diesen Begriff des Öfteren hören?
Im Folgenden soll der Begriff und dessen Möglichkeiten geklärt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie machen eine Sightseeingtour durch eine fremde Stadt. Auf eigene Faust versteht sich. Sie laufen an einer alten Kirche vorbei und finden zu diesem Gebäude keine Informationen, weder in Ihrem Reiseführer noch an einer Infotafel. Sie nehmen Ihr Smartphone zur Hand, das Gebäude ins Visier der Kamera und bekommen plötzlich alle nützlichen Informationen wie Historie, Öffnungszeiten etc. angezeigt.

Schwer zu glauben? Doch genau das bietet uns AR. Übersetzt man den Begriff wörtlich, bedeutet er “erweiterte Realität”. Das beschreibt schon ziemlich gut, was unter dieser Funktion zu verstehen ist.
Bei AR handelt sich quasi um eine computerunterstütze Ergänzung der Realität. Die eigene Wahrnehmung wird in Echtzeit durch zusätzliche Informationen oder auch virtuelle Objekte erweitert. Sobald man die Kamera auf ein Objekt hält, werden die Informationen eingeblendet.

Der Begriff „Augmented Reality“ ist nicht zu verwechseln mit „Virtual Reality“.
Zwar beschreiben beide eine sehr ähnliche Funktion und AR entstand genau genommen aus „Virtual Reality“. Trotzdem sind sie zu unterscheiden, denn bei Virtual Reality nimmt der Nutzer seine reale Umgebung nicht mehr wahr und taucht vollkommen in die virtuelle Welt ein. Bei AR dagegen wird die betrachtete Realität lediglich durch virtuelle Dinge ergänzt.

Heutzutage findet man diese Anwendung auf einfache Art und Weise schon in vielen Bereichen umgesetzt, beispielsweise bei Spiegelreflexkameras. Bevor ein Bild aufgenommen wird, werden zusätzliche Informationen wie Lichtverhältnisse angezeigt.
Aber auch im Fernsehen kommt diese Anwendung des Öfteren zum Einsatz. Bei Fußballspielen werden zusätzliche Informationen in Echtzeit bspw. Abseitspositionen durch visuelle Erweiterungen verdeutlicht.

Es gibt verschiedene technische Umsetzungsmöglichkeiten von AR: 

1) Markerbasierte Augmented Reality

Wie bereits erwähnt, benutzt Ikea sowie auch Obi die AR- Funktion. Sie wird mithilfe von Markern umgesetzt. In verschiedenen Katalogbildern sind diese mit Hilfe einer Smartphone-Kamera zu finden. Hierbei wird das abgescannte Objekt in 3D auf der Kamera erzeugt, und der Nutzer kann es im realen Raum platzieren.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit den Markern einen eindeutigen Bezugspunkt zu definieren. Eine französische Edel-Boutique “Boucheron” hat diese Funktion im Onlineshop integriert. Der Nutzer kann hier sich seinen Marker ausdrucken und zuschneiden. Platziert er diesen dann beispielsweise am Ringfinger und hält ihn in die Webcam, erscheint an dieser Stelle der gewünschte Ring in perfekter 3D Darstellung auf dem Bildschirm. Die erklärte Funktionsweise ist folgendem Video zu sehen:

2) Ortsgebundene Augmented Reality

Die Funktionsweise unterscheidet sich nicht groß von der Funktionsweise der Markerbasierten AR. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Marker durch Geo-Daten ersetzt wird. Das bedeutet, dass für diese Funktion das GPS aktiviert sein muss.
Es gibt bereits Tests mit einzelnen Navigationssystemen, die eine AR-Funktion beinhalten.
Ein interessantes Video ist unter folgendem Link zu finden:

Folgende Grafik soll verdeutlichen, wie die AR-Funktion in einem Navigationsystem funktionieren kann.

3) Bilderkennende Augmented Reality

Bereits im Jahr 2008 experimentierte Lego mit AR. 2010 wurde es dann in allen Lego-Stores umgesetzt.
Anfangs wurde noch das Markerbasierte AR für Produktpräsentationen benutzt.
Inzwischen können reale Dinge in Spiel-Applikationen von Lego integriert werden. Man baut mit seinem Lego- Bausatz etwas zusammen, beispielsweise ein Gebäude, fotografiert es ab und kann so selbsterstelle Dinge aus Lego in sein App-Game integrieren. Folgendes Video beschreibt diese Funktion sehr anschaulich:

Wo könnte Augmented Reality zukünftig noch eingesetzt werden?

AR kann in sehr vielen verschiedenen Branchen Einsatz finden. Bei den hier genannten Beispielen handelt es sich um einen kleinen Ausschnitt von Möglichkeiten, die teilweise bereits umgesetzt wurden oder sich aktuell noch in der Entwicklung befinden. Diese sollen die Einsatzmöglichkeiten und auch die Funktionen von AR nochmals unterstreichen
2003 hat Sony “Eye Toy” auf den Markt gebracht und somit die AR-Funktion auf heimischen Spielkonsolen möglich gemacht. Inzwischen gibt es unzählige Spiele, die dem Prinzip von “Eye Toy” folgen. Was die Spielewelt mit dieser Funktion in Zukunft noch auf den Markt bringt, bleibt abzuwarten. Jedoch besteht mit Hilfe von AR die Möglichkeit, Spiele unmittelbar in der realen Umgebung stattfinden zu lassen. Das hat großes Potential.

Zudem gibt bereits eine Vielzahl an interaktiven Büchern, die mit AR umgesetzt wurden. Ein Beispiel hierfür ist der im November 2008 erschienene Weltatlas “Atlantica”. Mit Hilfe einer Software und einer Webcam können Landschaften dreidimensional und von allen Winkeln betrachtet werden.
Die Zahl der interaktiven Bücher auf dem Markt könnte immens steigen. Lehrbücher könnten interessanter gestaltet oder Kinderbücher zum Leben erweckt werden.
Auch die virtuelle Kleiderprobe nutzt die AR-Funktion. In vielen verschiedenen Online-Shops werden diese bereits eingesetzt und könnten nun noch optimiert werden. Passend hierzu wäre auch eine Frisurenvorschau beim Haarschneiden denkbar.

Ein weiteres Einsatzgebiet wäre in der Medizin möglich. Hier könnte AR beispielsweise angehende Ärzte durch verschiedene Trainingsprogramme unterstützen. Aber auch bereits studierte Ärzte könnten durch diese Funktion bei einer Operation unterstützt werden.
Zum Beispiel könnte der Arzt mit Hilfe einer Brille angezeigt bekommen, wo er einen Schnitt ansetzen und welche Instrumente er hierfür nutzen muss.
Informatiker der TU München arbeiten zusammen mit Chirurgen der Chirurgischen Uniklinik an der Entwicklung eines solchen Systems.

Ebenso kann die Industrie zukünftig AR zu ihrem Vorteil nutzen: für die Wartung und Reparatur von komplexen Maschinen könnte die Funktion eingesetzt werden und somit den Menschen unterstützen. Zum Beispiel durch das Abfotografieren von Teilen, die dann durch Animation virtuell an der Stelle positioniert werden, an der sie verbaut werden müssen. Aber auch das Einblenden einer virtuellen Schritt-für-Schritt-Anleitung beispielweise zum Warten eines Motors wäre eine Option.
BMW nutzt teilweise schon AR: Beim Bolzenschweißen im Prototypenbau ein wird AR-gestütztes optisches Messverfahren eingesetzt. Hierbei werden Schweißpunkte mittels eines Computers vermessen und visuell eingeblendet. Dies unterstützt den Arbeiter und verhindert Fehlerquellen.

Offensichtlich ist AR also längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern schon längst im Alltag angekommen. Frage bleibt, wie stark sich die Funktion nachfolgend noch etablieren wird.

Quellen:

http://business.chip.de/artikel/Augmented-Reality-Die-ewige-Zukunftstechnologie-5_61775293.html

http://www.zehn.de/unter-wasser-1133603-10

Die 5 wichtigsten Regeln beim Schreiben einer Projektarbeit

am 11. Dezember 2015 in ON-Guide von
Bisher unkommentiert »

Für die meisten Studenten der DHBW ist die Projektarbeit der größte Meilenstein im ersten Studienjahr. Der Grund hierfür ist, dass man hier von Dozenten und Studiengangsleitern meist in das kalte Wasser geworfen wird, ohne große Vorkenntnisse zu besitzen. Studenten stehen meist vor einem großen Berg an Anweisungen und zahlreichen Tipps & Tricks, von denen man oft nicht weiß wohin damit. Dieser Artikel soll die 5 wichtigsten Regeln beim Schreiben einer Projektarbeit erläutern, um den Studenten einen einfacheren Einstieg beim Schreiben zu bieten.

Auch mir fiel es schwer, als wir uns das erste Mal mit dem Thema “Projektarbeit” in der Vorlesung beschäftigten. Meine größte Schwierigkeit an der Sache war, dass die Projektarbeit individuell geschrieben wird und bei jedem anders aussehen kann. Keine Projektarbeit ist wie die andere und es gibt kein Musterheft, wie sie geschrieben werden soll. Ich hatte nicht, wie sonst gewohnt, bei Projekten eine klare Strukturierung, wie man vorgeht, sondern musste mir selber einteilen was ich recherchiere, wie ich vorgehe und über was ich schreiben möchte. Ich konnte keinen Anfang und kein Ende des Projektes sehen – nicht nur zeitlich.

Heute, so ziemlich ein Jahr später, kann ich getrost auf meine erste Projektarbeit zurückschauen und weiß, dass ich mir damals ein wenig zu viel Stress gemacht habe. Damit auch deine Projektarbeit stressfrei verläuft, möchte ich meine 5 wichtigsten Regeln für das Schreiben einer Projektarbeit erläutern. Schon von Beginn an muss auf einige Dinge geachtet werden, um sich später einiges an Arbeit zu sparen.

1. Gutes Verhältnis mit dem wissenschaftlichen Betreuer 

Das für mich allerwichtigste, egal ob Projektarbeit oder Bachelorarbeit, ist das Verhältnis zu seinem wissenschaftlichen Betreuer. Ein wissenschaftlicher Betreuer ist die persönliche Kontaktperson bei allen inhaltlichen Fragen um das eigens gewählte Thema. Er begleitet dich beim Themeneinstieg, dem Aufbau der Arbeit und benotet im Anschluss auch die abgegebene Arbeit. Kurz gesagt: Er trägt die Verantwortung dafür, ob ihr die Arbeit bestehen werdet oder nicht.

Im ersten Kontakt sollte daher geklärt werden:

  • auf welche Weise der Betreuer wünscht zu kommunizieren
  • ob er lieber per Du oder per Sie angesprochen werden möchte
  • wie oft er sich wünscht, dass du dich meldest

Versuche dich jedoch auch bei späteren Kontakten durch E-Mails oder in Telefonaten so genau wie möglich an die Anweisungen deines Betreuers zu halten. Es ist hilfreich ein Gesprächsprotokoll anzulegen und genau zu dokumentieren was der Betreuer von dir verlangt und was er für den weiteren Verlauf der Projektarbeit von dir fordert. Nur so kann ein gutes Verhältnis von Anfang bis Ende gewährleistet werden. Werde niemals unverschämt oder beleidigend, egal wie sehr die Anweisung gegen deine Meinung spricht. Was mir in einer besonders schwierigen Situation geholfen hat, war die Kontaktaufnahme mit der Studiengangsleitung. Sie half mir die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und mich zu beruhigen. Sollte die Zusammenarbeit gar nicht mehr funktionieren, kann ebenfalls die Studiengangsleitung eingeschaltet werden, die durch ein klärendes Gespräch mit dem Betreuer die Situation analysiert und wieder in Ordnung bringt.

2. Quellen sauber dokumentieren

Bitte mache nie den Fehler, deine Quellen nicht sauber zu dokumentieren. Das Schlimmste was passieren kann ist, wenn man am Ende seiner Projektarbeit steht und nach Quellen von selbst geschriebenen Texten suchen muss, die manchmal mehrere Wochen bis Monate zurückliegen. Auch ich hatte den Fall, dass ich vergessen habe Quellen zu dokumentieren. Nachdem ich meinem Betreuer die Arbeit zum Probelesen geschickt hatte, kam natürlich die Frage von ihm, wo sich die Buchquelle für den bestimmten Textabschnitt befinde. So musste ich erneut die Quelle aus meinen fünf verschiedenen Büchern heraussuchen. Das ist nicht nur viel Arbeit, sondern kokstet auch Zeit, von der man meist nur wenig besitzt.

Um dem Problem entgegen zu treten:

  • Markiere die Seiten von denen du zitierst mit einem Post-it
  • Nutze die Literatur-Tools aus Word, Citavi oder Adobe InDesign

3. Beginne mit dem Inhaltsverzeichnis

„Wenn das Inhaltverzeichnis steht, ist die Hälfte der Arbeit bereits getan“. Ein ählicher Tipp wurde mir auch vor meiner ersten Projektarbeit gegeben. Im Nachhinein kann ich das nur weitergeben. Beginnt zuallererst mit der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses, bevor ihr irgendetwas anderes tut. Das Inhaltsverzeichnis ist der Schlüssel zu einer guten Projektarbeit und eignet sich perfekt zur Organisation. Sobald es steht, ist es möglich sich an den einzelnen Teilkapiteln entlangzuhangeln und anhand dieser nach Literatur zu suchen. Durch das Inhaltsverzeichnis wird die Arbeit in viele kleine Kapitel aufgeteilt. So wird alles übersichtlicher und besser einteilbar. Durch die Teilung schreibst du nicht mehr an einer „großen Arbeit“, sondern an vielen kleinen Abschnitten. Außerdem ist es durch die Aufteilung in kleinere Kapitel möglich, die Zeit besser zu kalkulieren. Die verschiedenen Kapitel können mit einem Tagessatz bewertet werden, um sagen zu können wie lange an welchem Kapitel ungefähr gearbeitet wird.

4. Ständiges durchlesen und reflektieren 

Beim Schreiben der Projektarbeit ist es ebenfalls wichtig, dass diese ständig reflektiert wird. Hierbei sollte man sich in unterschiedliche Rollen versetzen. Meistens hilft dabei die Sicht des „Dümmsten anzunehmenden Lesers“. Oft klingen Sätze und Wörter für dich verständlich. Wie verstehen das Thema aber andere Leser, die nur wenige Berührungspunkte mit diesem haben? Fremdwörter oder komplizierte Erklärungen sollten in der Projektarbeit so genau wie möglich erklärt werden. Es hilft auch, die Arbeit zusätzlich von einem Freund oder Kollegen im Betrieb lesen zu lassen. Gut ist, wenn Probeleser unterschiedliche Berührungspunkte mit dem Thema haben. So kann das Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet werden. Du selbst solltest ebenfalls die geschriebenen Artikel Probelesen und immer wieder im Kontext zu den restlichen Kapiteln sehen. So ist es mir beispielsweise passiert, dass ich Kapitel ausschließlich in Teilkapiteln angesehen habe und dabei den Zusammenhang zu den restlichen Kapiteln verloren habe. Auch wenn du deine Arbeit früher oder später beinahe auswendig kennst, ist es wichtig sie immer wieder durchzulesen – von Anfang bis Ende. Bevor du deinem Betreuer die Arbeit zum Probelesen schickst, sollte sie auf Grammatik und Rechtschreibung geprüft werden. Oft ist man in Gedanken so sehr beim Thema, dass man trotz hunderter Male lesen keine Fehler finden kann. Worauf beim Probelesen zusätzlich geachtet werden sollte, ist die Prüfung auf Wissenschaftlichkeit: Werden ausschließlich wissenschaftliche Wörter benutzt? Werden nur kurze und prägnante Sätze geschrieben? Wird die Gegenwartsform benutzt?

5. Mache einen Zeitplan 

Eine Projektarbeit ohne Zeitplan ist schwer umsetzbar. In der Regel bekommt man für die erste Projektarbeit einen Zeitraum von 12 Wochen (Praxisphase) zugewiesen. 12 Wochen hören sich zwar nach viel an, wenn davon aber noch der Sommerurlaub abgezogen wird, kann die Zeit sehr begrenzt sein. Beim Zeitplan sollte jedoch nicht allzu genau gerechnet werden. Mir hat es geholfen, dass ich alles in Monate aufgeteilt habe. So war das Ziel im ersten Monat mein Inhaltsverzeichnis fertigzustellen und eine ausführliche Literaturrecherche zu machen. Im zweiten Monat stand der grobe Entwurf der Texte auf dem Plan und im letzten Monat sollte die komplette Arbeit abgeschlossen werden. Bedenke, dass ein Probelesen deiner Kollegen und Freunde auch eine halbe bis ganze Woche in Anspruch nehmen kann, je nachdem wie beschäftigt sie sind. Gegen Ende sollte immer noch ein Puffer von 2-3 Wochen eingerechnet werden. Setze das Abgabedatum also nicht auf den letzten Tag, sondern auf frühestens eine Woche davor. Zu bedenken ist, dass die Druckerei für eine Heftoder Leimbindung manchmal auch 3-4 Tage benötigt. Hier als kleiner Tipp: Um die Kosten der Druckerei deutlich zu senken, drucke die Arbeit zu Hause oder im Unternehmen und bringe die gedruckten Dokumente zur Druckerei mit.

Wenn du diese 5 Regeln beachtest, sollte dem erfolgreichen Schreiben einer Projektarbeit nichts mehr im Wege stehen. Egal wie groß die Aufgabe zu Beginn aussieht: Je länger du dich mit dem Thema beschäftigst, desto leichter wird es dir fallen. Gehe ganz gelassen und mit den wichtigsten Regeln im Hinterkopf an deine Arbeit heran.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

 

Getagged: ,