#1 Alexa – Wer ist das?

am 11. Mai 2017 in Projektarbeiten & Studien von

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Alle reden von ihr – Alexa, Amazons Sprachassistentin, die den Alltag in vielen Angelegenheiten erleichtern soll. Seit Mitte Februar ist sie nun auch in Deutschland im freien Verkauf erhältlich und damit das Thema aller Onlineaffinen schlechthin.

Doch was verbirgt sich hinter dem Echo-Gerät?

Dazu wollen wir euch einen Überblick geben, um bei diesem Hype mitreden zu können.
Es folgen insgesamt drei Blogeinträge zu diesem Thema: Zuerst erfahrt ihr die Grundlagen über das User Interface “Echo”, im zweiten Blogeintrag lernt ihr, wie Alexa sprechen lernt. Am Ende könnt ihr sogar einen eigenen Beispielskill für Alexa nach einer Anleitung von uns erstellen, welchen ihr später individuell auf eure Wünsche anpassen und erweitern könnt.

Für diesen Blogeintrag solltet ihr zehn Minuten investieren, um die Basics zu dem Echo-Gerät zu verinnerlichen, auf denen dann die weiteren Blogeinträge aufbauen.

Los geht’s mit Fakten, Fakten, Fakten.

Wer ist Alexa? Und was bitte ist ein Echo-Gerät?
Alexa heißt die Smart-Home-Assistentin – benannt nach der bedeutendsten antiken Bibliothek in Alexandria – die im sogenannten Echo-Gerät integriert ist und zur Sprachsteuerung dient, ähnlich wie Siri und Cortana. Sie bildet das Gehirn von Amazon Echo, welches aus einem Bluetooth-Lautsprecher inklusive abschaltbarer Mikrofone besteht. Sieben Fernfeld-Mikrofone sorgen dafür, dass Alexa jedes Wort hört und darauf interagiert, auch wenn man sich auf der anderen Seite im Raum befindet oder Umgebungsgeräusche mit einwirken.

Das Echo-Gerät ist in zwei Größen und Farben erhältlich:
Zum einen gibt es das große Amazon Echo, welches einer Thermoskanne oder Chipsdose ähnelt. Aktuell ist es in den Farben schwarz oder weiß bei Amazon für 179,99€ (Stand:04.05.2017) erhältlich. Das kleinere Gegenstück dazu kostet nur 59,99 € (Stand: 04.05.2017) und ist etwas handlicher und kompakter, ebenso in schwarz oder weiß verfügbar.

Beide Geräte bieten die gleichen Funktionen und arbeiten mit dem gleichen System. Einziger Unterschied der Beiden ist, dass das große Echo Gerät bessere Lautsprecher bietet, indem der Raum mit einem 360° Rundum-Klang erfüllt wird und angenehm klingt. Der kleine Bruder dagegen ist für häufige Musikwiedergabe weniger zu empfehlen, da die Lautsprecher eben sehr klein gehalten wurden. Das Echo Gerät lässt sich aber mit Lautsprechern verbinden. Zusätzlich verfügt der Echo Dot auf der Oberseite über zwei zusätzliche Buttons für die Lautstärke, jedoch fehlt ihm aber der drehbare Ring auf der Oberseite zur Regulierung der Lautstärke.

Echo vs. Echo Dot:

Amazon Echo Amazon Echo Dot
Maße der Höhe 23,5 cm 3,2 cm
Gewicht 1064 Gramm 163 Gramm
Strombezug über ein Stromkabel betrieben (höherer Stromverbrauch) per USB-Kabel und Strom-Adapter

 

“Super, nichts weiter als eine Spielerei und deswegen sind alle so fasziniert davon?” denkt sich nun der eine oder andere Leser.

ABER STOP:
Der Hype ist berechtigt, der digitale Assistent kann euch den Alltag wirklich ganz bequem gestalten, nämlich als kleiner Helfer aus der Dose! Sie wird auch Smart-Home-Assistentin genannt, da sie Lampen, Thermostate und sogar Rasensprenkler aktivieren und steuern kann.
Mal ehrlich, wer wünscht sich nicht, die Heizung bei Eiseskälte einzuschalten, ohne das gemütliche Sofa verlassen zu müssen?

Egal ob eine tägliche Zusammenfassung der Nachrichten, die Wiedergabe von Musik, das Vorlesen von Hörbüchern, Lieferung von aktueller Verkehrslagen, Information über örtliche Geschäfte, das Stellen eines Timers oder eine Rezeptidee – Das alles ermöglicht die kleine, unscheinbare Dose.
Neben reinen Textausgaben dient der Alexa Voice Service hauptsächlich zur Tätigung von Bestellungen, ganz bequem – ohne lästiges Tippen.

Dadurch, dass Alexa automatisch über die Cloud aktualisiert wird, dürfen wir uns auf erweiternde Funktionen freuen. Volkswagen und Ford planen bereits, Alexa in ihre Fahrzeuge zu integrieren, LG plant damit Features für seinen smarten Kühlschrank.

Welchen Vorteil bietet die Sprachassistentin Alexa im Vergleich zu Siri von Apple, Google Now von Google und Cortana von Microsoft?

Warum soll man ein zusätzliches Gerät kaufen, wenn man die anderen Sprachassistenten auf bereits vorhandenen Devices wie z.B. dem Laptop integriert hat?

Im Gegensatz zu den Mitstreitern ist Alexa nicht nur einfach ein vergleichsweise kleiner Teil eines anderen Geräts, sondern hat einen eigenständigen Körper und sich darauf spezialisiert, Aufgaben der Sprachsteuerung in den eigenen vier Wänden auszuführen. Beispielsweise kann sie das Licht an und ausschalten, ohne dass jemand aufstehen muss.

Falls ihr euch nun vom Alexa-Fieber anstecken lassen habt und in Erwägung zieht, euch ein Echo Gerät anzuschaffen, ihr aber noch unschlüssig in der Kaufentscheidung seid, dann hilft euch vielleicht diese Übersicht weiter:

 

Vorteile:

  • kann von mehreren Personen genutzt werden
  • Fun-Faktor
  • schnelle Reaktion
  • saubere Spracherkennung
  • Sprach-Fernbedienung (Steuerung anderer Geräte) funktioniert optimal
  • einfache und schnelle Einrichtung des Echo Gerätes
  • Lautstärkeregelung per Sprache möglich
  • Erweiterung des Funktionsumfangs durch Skills
  • neue Möglichkeiten für Unternehmen, Kundenbindung individualisiert hervorzubringen & Zielgruppen anzusprechen

 

Nachteile:

  • Elefantengedächtnis: Amazon hört offiziell mit, sämtliche Befehle die man eingibt und Antworten, die man bekommt, werden registriert. Dies führt zu einem Dilemma: Alexa benötigt so viele Informationen wie nötig, um hilfreich zu sein, der Datenschutz bleibt dadurch jedoch auf der Strecke. Es gibt derzeit keine Transparenz, in welchem Ausmaß Informationen erfasst und verarbeitet werden. (Aber: Das Mikrofon lässt sich auch per Knopfdruck ausschalten.)
  • unterstützt Zugzwang der Händler, ihre Waren über den Amazon Marketplace anzubieten, weil Alexa dort nach einem günstigen Angebot schaut. Amazon zwingt diese, einen Teil ihres Gewinns abzugeben.
  • versehentliche Bestellungen sind möglich
  • schwacher Sound bei Amazon Echo Dot
  • Schwierigkeiten bei der Spracherkennung mit Dialekten
  • noch nicht multilingual

 

Fazit:

Ein Leben ohne Alexa ist möglich, aber lange nicht so entspannt.

Seid gespannt auf den nächsten Teil unserer Story, in der Alexa sprechen lernt (siehe Post #2 Alexa lernt sprechen).

 

Quellen:

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