Besuch im Nierenzentrum Heidelberg (NZH)

am 06 Dez 2016 in Aktuelles von
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Im Zuge einer Lehrveranstaltung besuchten 19 Studenten aus dem Kurs ON15 des Studiengangs Onlinemedien der Dualen Hochschule Baden-Württemberg das Nierenzentrum in Heidelberg. Ziel war es das Krankenhaus, die Mitarbeiter und Patienten näher kennenzulernen.

 

Was ist das Nierenzentrum?

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NZH-Gebäude

Das Nierenzentrum ist ein Fachkrankenhaus rund um das Thema Niere. Dort arbeiten rund 180 Mitarbeiter, die sich jährlich um rund 1.700 stationäre und rund 8.000 ambulante Patienten sorgen. Darüber hinaus ist es ein autonomer Teil der Uniklinik Heidelberg. Seit April 2003 ist der ärztliche Leiter des Krankenhauses Prof. Martin Zeier.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Krankenhauses und auf Facebook.

 

Warum waren die Studenten dort?

Im dritten und vierten Semester des dualen Studiums werden in Teams verschiedene innovative Produktideen entwickelt. Dabei starten die Teams in der Ideenfindung und konkretisieren diese Idee im Laufe des Projektes. Ein wichtiger Teil des Projektes ist es sich mit dem Markt und dem Ökosystem, für welches das Produkt entwickelt werden sollte, auseinanderzusetzen. Darüber hinaus wird ein Marketingkonzept im dritten und im vierten Semester ein Businessplan erstellt. Als Letztes wird das Ergebnis vor Investoren und Interessenten aus dem Wirtschaftssektor präsentiert. Dabei wird das Produkt mithilfe eines Prototyps/ Klickdummy vorgeführt.

In den letzten Jahren wurden folgende Themen behandelt:

  • Relaunches eines eBook-Konzeptes und Shopdesign
  • Produktinnovation für ein Online-Verlag
  • Produktinnovationen im Bildungsmarkt

Dieses Jahr drehen sich die Themen um das Klinikumfeld, Flüchtlinge und Gastronomie. Für diese Bereiche soll eine innovative Idee für eine App entwickelt werden. Es gab für das Klinikumfeld drei verschiedene Themengebiete: der stationäre Aufenthalt, der ambulante Aufenthalt und die medikamentöse Behandlung.

Die Studenten von ON15 befinden sich gerade in der Phase der Ideenfindung. Dabei spielt die Zielgruppe eine wichtige Rolle, welche bei dem Besuch näher kennengelernt wurden. Darüber hinaus war es die perfekte Möglichkeit ein Bild von „dem Ökosystem Krankenhaus“ zu bekommen.

 

Wie kam es zu dem Besuch?

Bei den Projekten im Klinikumfeld gibt es eine Leadagentur, welche das FAKTENHAUS darstellt. Über dieses wurde der Besuch am NZH geplant und durchgeführt. Vor dem Besuch hatten die Studenten die Möglichkeit mit der Leiterin der Leadagentur zu sprechen um sich auf den Besuch gut vorzubereiten.

 

Was haben die Studenten dort gemacht?

Nachdem die Studenten angekommen sind, wurden sie von dem stellvertretenden Stationsleiter Herrn Simon Quick durch die Ambulanz geführt. Dort erzählte Dr. med. Florian Kälble (Assistenzarzt) etwas über die Prozesse in der Ambulanz und wie die Untersuchungen grob geplant werden.

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Assistenzarzt. Dr. med. Florian Kälble

Dabei erzählte er, dass manche Patienten regelmäßig zur Dialyse müssen und dass die Ärzte deren Untersuchungen im Voraus planen und vorbereiten. Neuzugänge oder Notfälle können nicht vorbereitet werden, da man beim ersten Besuch herausfinden muss, was der Patient hat und welche Behandlung er benötigt. Die Dauer solcher Termine ist deshalb sehr schwer einzuschätzen.

 

Aus diesem Grund gibt es in der Ambulanz keine festen Termine für die Patienten. Das zu erfahren war besonders interessant.

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Onlinemedien-Studenten im NZH

Später hatten die Studenten die Möglichkeit, Interviews mit fünf Patienten durchzuführen. Diese wurde zuvor vom NZH gefragt und waren offen Fragen von den Studenten zu beantworten. Dafür hatten die Studenten zuvor Interviewleitfaden erstellt, damit sie Antworten auf ihre offenen Fragen bekommen. Beispielsweise wollte man herausfinden, ob die Features, welche die einzelnen Gruppen sich überlegt haben benötigt und genutzt werden würden. Außerdem wollten die Studenten erfahren, welche Probleme im Alltag mit der Krankheit auftauchen um diese mit ihrer App lösen zu können.  Durch die Interviews bekamen die Studenten neue Erkenntnisse und Ideen.

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Besprechung mit Prof. Zeier (Ärztlicher Leiter des NZHs)

Nach einem kurzen Mittagessen in der Kantine des Uniklinik Heidelberg gab es eine Fragerunde mit Professor Zeier. Dabei konnten die Studenten jegliche Fragen stellen. Auch auf dieses Gespräch hatten sich die Studenten vorbereitet und einen Fragenkatalog erstellt. Man erfuhr, dass die digitale Transformation auf jeden Fall auch den Alltag in der Klinik erleichtern kann. Prof. Zeier denkt dabei beispielsweise an eine elektronische Krankenakte oder Gesundheitskarte.

 

Im Anschluss auf dieses Interview präsentierte jedes Team von ON15 ihre bisherige Produktidee vor den interessierten Klinikmitarbeitern. Diese gaben Feedback, ob solch ein Produkt Vorteile bringen würde und gaben ihre Ideen preis.

Als Letztes führte Herr Quick die Studenten durch die Bettenstation und erklärte ihnen den Arbeitsablauf auf Station bei der Dialyse.

 

Was ist das Resümee?

Der Besuch im NZH war eine super Möglichkeit die Arbeitswelt in einem Krankenhaus kennenzulernen. Darüber hinaus konnten sich die Studenten nach dem Aufenthalt ein klareres Bild machen, was einem Patienten stationär/ambulant oder bei der Medikation helfen kann. Besonders das Interview mit den Patienten, Mitarbeitern und Ärzten war eine Bereicherung. So haben sie viele Ideen bekommen, die sie sehr gut ausarbeiten können.

 

Danksagung

Da es nicht alle Tage vorkommt, ein Teil der Uniklinik Heidelberg anschauen zu dürfen möchten wir (die Teams von ON15) uns herzlich bedanken für den Besuch und die gute Organisation seitens des NZHs und dem Faktenhaus.

Vielen Dank

 

Quellen:

https://www.faktenhaus.de/index.php?id=125

 

Bilder: Nora Winter

Bild NZH: https://www.nierenzentrum-heidelberg.com/fileadmin/templates/assets/img/re_1.jpeg