Als ON Student in China

am 07 Nov 2016 in Exkursionen, ON-Life von
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In Shanghai wird es gerade Herbst, das Wetter schlägt um und ich befinde mich im Endspurt meines Abenteuers. Als ON-Student bin ich seit dem ersten Juli in China und wie es dazu kam, was ich hier eigentlich mache und warum ich euch China ans Herz legen kann, möchte ich in einer kleinen „Kolumne“ (ist das Wort schon zu hoch gegriffen?) berichten.

Warum ein ON-Student den Sommer in China verbringt

Mit China stand mein erstes Abenteuer solcher Art an. Nach meinem Abitur 2013 habe ich mich bewusst gegen ein „Work & Travel“ in der weiten Welt entschieden und im kleinen Mosbach diese Entscheidung von Zeit zu Zeit bereut. Der Drang, die Welt zu erkunden, setzte bei mir wohl erst später ein.
Mit meinem Ausbildungsunternehmen hatte ich jedoch die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu verbringen. Da mein Unternehmen auf allen Kontinenten präsent ist, haben wir DH-Studenten im vierten Semester die Chance, eine Tochtergesellschaft im Ausland zu besuchen und dort bei einem eigenen Projekt mitzuarbeiten. Wo es genau hingeht, hängt dann sehr oft von der Fachabteilung und den Kapazitäten in der jeweiligen Tochter ab.

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres bekam ich die Anfrage, ob ich Lust auf ein Projekt zum Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) habe und dieses in China durchführen möchte. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit China nicht gerechnet hatte! Je mehr Tage ins Land zogen, desto mehr freundete ich mich mit dem Gedanken an und ich hatte wirklich Spaß an der Idee, in eine komplett andere Kultur einzutauchen, in einer Megacity zu leben und nebenbei ein eigenständiges Projekt zu leiten. Das Abenteuer konnte also beginnen!

reisepass

Die Vorbereitung

Dadurch, dass China für mich eine Dienstreise ist, hatte ich mit der Visumbeantragung nicht viel zu tun. Ich kann aber sagen, dass der Prozess sehr viel weniger aufwendig ist, als für ein Arbeitsvisum in den USA. Da hatten meine Kollegen einen deutlich höheren Arbeitsaufwand zu betreiben.
Dennoch kann ich euch einen Tipp mitgeben. Als Berufsbezeichnung hatte ich anfangs „Onlinemedien“ angegeben. Naja, ich bin schließlich On-Student und habe darin kein Problem gesehen. Ein aufmerksamer Mitarbeiter in meinem Unternehmen jedoch schon und dank ihm wurde mein Visumsantrag dann auch nicht abgelehnt, denn für die Einreise werden wohl jegliche Berufe, die die Bezeichnung „Medien“ oder ähnliches tragen, kategorisch abgelehnt. Mein Abenteuer hätte also bereits zu Ende sein können, bevor ich es überhaupt begonnen hatte.

Die ersten Eindrücke

Wenn ich an meine Gedanken vor der Reise zurückdenke, dann habe ich mich wohl am meisten um die Ankunft und die ersten Tage im fernen China gesorgt. Sind alle auf mich vorbereitet, ist soweit alles organisiert, wie heiß wird es in Shanghai sein…?
Mit den Kollegen aus der Marketingabteilung hatte ich bereits in Deutschland per Email Kontakt, um mein Projekt vorzubereiten. So wusste ich schon zuvor, mit wem ich es zu tun haben werde.

Das Wetter hier in Shanghai in den Sommermonaten vergleiche ich gerne mit einem Schmetterlingshaus. Es ist sehr heißt und schwül und ich habe einige Tage gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Metros, das Office und nahezu alle Geschäfte sind aber klimatisiert, da kann es schon mal frisch werden. Prinzipiell kann ich aber zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Jäckchen aus dem Haus.

Rad mit Holz

Etwas außerhalb der Stadt, aber mit einer sehr guten Anbindung wohne ich hier mit einem anderen Studenten in einem Appartement, welches sich auf einem sehr großen Wohnkomplex befindet. Auf der anderen Straßenseite befindet sich auch direkt die nächste Metro-Station, sodass das Leben hier wahnsinnig flexibel ist. Mit den ganzen Menschenmassen fühlte ich mich anfangs lange Zeit wie auf dem Rummel. Zudem bin ich der Sprache nicht mächtig und ziehe als Ausländer überall die Aufmerksamkeit auf mich, was für mich anfangs ein Stressfaktor war. Mittlerweile komme ich dadurch aber auch in den Genuss davon, Ausländer zu sein und „Privilegien“ zu haben, da Chinesen in dieser Hinsicht sehr neugierig und auch immer sehr hilfsbereit sind.

Chinesisches Gebäude

SEO in China

Weil wir uns hier nicht auf meinem Reiseblog sondern auf dem Blog Onlinemedien befinden, möchte ich an dieser Stelle noch einige Worte über die Suchmaschinenoptimierung verlieren.

Mit SEO verfolgt man immer das Ziel, eine Webseite bestmöglich in den Suchergebnissen der Suchmaschine (wir nennen sie mal Google) zu platzieren. Das hat mehrere Gründe: Zum einen möchte ich als Unternehmen vielleicht viele Benutzer über die Suchmaschine auf meine Webseite locken, um dadurch den organischen Traffic meiner Seite zu erhöhen. Ich kann aber auch meine Markenbekanntheit stärken, wenn ich für meine Produkte oder Dienstleistungen bei Google oft unter den Top-Rankings bin.
Um das primäre Ziel – Top-Platzierungen einzunehmen – zu erreichen, gibt es zahlreiche Methoden. In einige davon wurde ich vor meiner Reise nach China von meiner Fachabteilung eingearbeitet. In anderen wiederum habe ich mich selbst eingefunden. Und hier wären wir auch schon am Knackpunkt meines Projekts. Ich habe es hier nicht mit einem bekannten Gegner namens Google zu tun, in China herrschen andere Regeln. Die bevorzugte Suchmaschine ist hier nämlich Baidu mit einem Marktanteil von 72 Prozent. Google nimmt hier gerade mal noch 2 Prozent ein. Somit ist auch der Algorithmus der Suchmaschine, der die Ergebnisse bewertet und listet ein anderer. Zu diesem Thema habe ich mich lange Zeit befasst und verschiedene Trainings erarbeitet, die ich während meinem Aufenthalt den chinesischen Kollegen näher bringe und sie so zum Thema SEO schule.

Team

Was ich hier neben der Arbeit alles unternehme, möchte ich euch gerne in einem zweiten Artikel beschreiben. Wer bis dahin nicht warten kann, darf sich auch gerne auf meinem privaten Reiseblog über Shanghai umsehen.

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