Weniger ist Mehr! Warum Minimal Webdesign? – Part 2

am 08. März 2017 in WebDesign von
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Im ersten Part dieser Serie haben wir schon erfahren was Minimalismus ist und wo er überall eingesetzt wird. Wenn wir jedoch jetzt anfangen, dieses Prinzip auf das Webdesign zu übertragen, dann fragen wir uns logischer Weise:Was bedeutet das jetzt für das Design im Web?

Auch hier gilt eines: der Minimalismus. Es sollte sich auf das Wesentliche konzentriert werden. Jetzt stellt sich die Frage, was das Wesentliche einer Website ist. Und das ist die zentrale Frage, um die es sich zu Beginn eines Website-Gestaltungsprozesses drehen sollte. Was ist das Ziel der Seite? Was soll sie bewirken?
Möchte ich Produkte verkaufen und wenn ja welche und an wen? Möchte ich eine Botschaft vermitteln, den Besucher informieren, Hilfestellung leisten, ein Unternehmen oder eine Person präsentieren, oder was auch immer. Egal wie die Website am Ende aussehen soll, es muss immer zuerst ein Ziel definiert werden. Und auch hier gilt der Minimalismus.

Das Ziel sollte klar, präzise und kurz formuliert werden.

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Fokus

Sobald das Ziel der Seite feststeht, kann es an die eigentliche Konzeption der Seite gehen. Hierbei sollte bei jedem Element hinterfragt werden, ob es zielorientiert ist, oder ob es auch ohne schlechtes Gewissen weggelassen werden kann. Auch hier gilt, ist das Element nicht unbedingt notwendig, um das Ziel zu erreichen, muss es weggelassen werden. Denn alles was auf der Seite ist und nicht zielführend ist, lenkt den Benutzer ab, oder irritiert ihn im schlimmsten Fall. Im besten Fall verlängert es den Weg des Besuchers und kann somit schon zum Scheitern der Seite führen.

Die weit verbreitete Meinung, dass auf Websites nahezu unendlich viel Platz ist und dieser daher auch ohne Probleme genutzt werden kann, ist schlichtweg falsch. Klar ist hier keine Platznot vorhanden, wie zum Beispiel bei einer Zeitung oder einem Bild. Aber eine Seite, die überladen mit Elementen ist, wirkt eher amateurhaft, als professionell. Daher sollte als Webdesigner lieber davon ausgegangen werden, dass nur sehr wenig Platz auf einer Website ist, der sinnvoll und vor allem überlegt verwendet werden soll.

Dabei geht es nicht nur um das Webdesign an sich, was ein sehr oberflächlicher Blickwinkel ist, sondern es geht um das gesamte Konzept einer Website.

Warum?

Jetzt wissen wir worum es beim Minimal Webdesign geht, doch die Frage nach dem Warum bleibt bisher unbeantwortet. Um diese Frage zu klären, kann von ganz unterschiedlichen Positionen ausgegangen werden.

Schauen wir uns den Standpunkt des Besuchers an. Hier wirkt eine klar strukturierte Seite viel schöner, man findet sich einfacher zurecht und das Ziel wird leichter und schneller erreicht. Dies alles resultiert in einer besseren User Experience. Außerdem nimmt der Besucher, bei einer nach diesem Ansatz erstellten Website, die wichtigsten Infos schneller war und kann sie sich viel besser merken. Denn ein durchschnittlicher Besucher kann sich nur zwischen fünf und neun Dinge merken. Bei einer vollgestopften Seite hat hier der Besucher Schwierigkeiten, sich die zentralen Informationen einer Seite zu merken. Bei einer „Minimal-Website“ dagegen, werden ihm auch nur die zu merkenden Informationen präsentiert.

Doch auch beim Entwickler oder Gestalter der Website gibt einen Vorteil, der nicht minderwichtig ist. Bei einer Website, die nur die wichtigsten Elemente benötigt, müssen viel weniger Komponenten gestaltet und auch umgesetzt werden. Dies bedeutet nicht, dass am Ende weniger Aufwand für die Seite benötigt wird, wie jetzt fälschlicher Weise angenommen werden kann. Aus dem Verzicht von unnützen Elementen resultiert nämlich mehr Zeit für die restlichen, die somit besser überlegt, konzeptioniert und am Ende entwickelt werden können.

Tipps

Da wir jetzt wissen, warum wir das Minimal Webdesign umsetzten sollten, möchte ich euch hier noch ein paar explizite Tipps geben, mit welchen Ihr ganz einfach ein besseres Minimal Webdesign hinbekommt.

Einen sehr wichtigen und großen Bestandteil des Minimal Webdesigns haben wir schon kennen gelernt. Die Reduktion. Wie bereits erwähnt sollten alle nicht zielführenden und nicht benötigte Elemente entfernt, beziehungsweise erst garnicht erstellt werden. Dadurch entsteht mehr Whitespace, der sehr wichtig ist, um dem Betrachter halt zu geben und ihn auf die wichtigen Elemente und den Inhalt zu lenken. Dadurch rückt das unwichtige in den

Hintergrund und das Wichtige steht im Fokus.

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Whitespace

Auch die Farben sollten so weit es geht reduziert werden. Das bedeutet nicht, dass eine Seite im Schwarz-Weiß look erstrahlen sollte, wenn sie dem Minimal Webdesign folgen möchte. Dies bedeutet nur, dass alle überflüssigen und nicht hundert Prozent benötigten Farben aus der Farbplatte der Seite verschwinden sollten.

Was für die Gestaltung der Website gilt, gilt natürlich auch für die Bildkomposition und die Bilderanordnung auf der Seite. Die Seite sollte wie bei allen Elementen nicht mit Bildern überladen sein. Wenige aber gezielte Bilder haben einen viel größeren Mehrwert für den Besucher der Seite. Und selbst der Fotograf sollte schon darauf achten, dass die Bilder ihren Zweck nicht verfehlen und das Ziel im Auge behalten.

Die einzelnen Komponenten der Website sollten ebenfalls alle diesem gelernten Prinzipien folgen.

Ich hoffe diese zwei Artikel haben dir verdeutlicht, es braucht nicht viel um eine gute Website zu gestalten, man braucht nur wenige aber gut durchdachte und gezielt eingesetzte Elemente um eine Website ansprechend, schön, klar und modern zu gestalten. Also erinnere dich bei deinem nächsten Projekt einfach an diese Artikel und du wirst merken, du erzielst mit dem Ansatz des Minimal Webdesign eine spürbar bessere Website.

 

Quellen für beide Beiträge:

  •            Bilder von www.pexels.com
  •             http://t3n.de/news/minimal-webdesign-anders-774216/
  •             http://www.instantshift.com/2011/03/07/understanding-the-theory-of-minimalism-       in-web-design/
  •             https://webdesign.tutsplus.com/articles/less-is-more-fundamentals-of-minimalist-       web-design–webdesign-8

Onlinemedien studieren – Hier stehen alle Möglichkeiten offen

am 31. Januar 2017 in Aktuelles von
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In diesem Beitrag möchte ich, als Onlinemedien Studentin, nochmals die Rolle unseres Studiengangs erläutern. Dieser richtet sich vor allem an die derzeit studierenden Onliner, aber auch für Studieninteressierte kann dieser eine nützliche Information sein.

Der Studiengang Onlinemedien lehrt sehr viele, für den einen mehr, für den anderen weniger interessante Themengebiete. Weiß man zu Beginn noch nicht, wo seine Stärken und Schwächen liegen, weiß man dies spätestens nach dem Studium. Mittlerweile habe ich aber schon mehrmals gehört, dass manche Studenten bereits während des Studiums meinen, am Ende nichts wirklich zu beherrschen. Setzt man die vielen verschiedenen Kurse mit der zur Verfügung stehenden Zeit in den Theoriephasen gleich, ist dies auch kein Wunder. Hier möchte ich jedoch meine Kommilitonen bitten, einmal an den Tag zurückzudenken, als sie sich zum ersten Mal mit unserem Studiengang vertraut gemacht haben. Auf der Webseite der DHBW wird dieser nämlich folgendermaßen beschrieben:

„Es wird ein breiter interdisziplinärer Lehransatz verfolgt, d. h. alle wichtigen Disziplinen, die an der Konzeption und Produktion von Onlinemedien beteiligt sind (Informatik, Gestaltung, Ergonomie, Recht, Projektmanagement …), werden berücksichtigt. Im Zentrum stehen die Themen Informatik und Gestaltung mit dem Ziel, als Dolmetscher zwischen den Bereichen Technik und Marketing/Kommunikation arbeiten zu können. Abgerundet wird das Studium mit einigen ausgewählten Bereichen der Betriebswirtschaft und des Rechts sowie sozialen und methodischen Fertigkeiten.“ http://www.mosbach.dhbw.de/onlinemedien/konzept.html

Hier wird deutlich, dass es überhaupt nicht beabsichtigt ist, die Studierenden als Profis auf allen Gebieten aus dem Studium zu verabschieden. Es ist gewollt, dass man am Ende “nichts wirklich kann“. Was sich sehr negativ anhört, ist aber eigentlich eine gute Sache! Den Studenten soll in der wenigen Zeit so viel wie möglich mit auf den Weg gegeben werden. So hat man nach dem Studium ziemlich vieles aus dem Bereich Onlinemedien kennengelernt und kann so für sich entscheiden, was einem am meisten liegt und Spaß macht. Vor allem im Bereich Informatik ist es doch viel besser, mehrere Sprachen bereits gesehen zu haben. Dementsprechend bleibt es einem selbst überlassen, mit welcher Sprache man später arbeiten möchte, wodurch es einem erspart bleibt, sich mit der einen herumzuschlagen, welche der unterrichtende Dozent als besonders angenehm empfand. Betrachtet man zudem das im Konzept beschriebene Ziel des Dolmetschers, sollten die erlernten Grundkenntnisse völlig ausreichen.

Was außerdem anzumerken ist und vor allem diejenigen betrifft, die direkt nach dem Abitur zu studieren begonnen haben, ist, dass es sich bei der DHBW zwar um eine Art “Schule“ handelt, diese allerdings nicht mehr mit der vorher besuchten Einrichtung zu vergleichen ist. Es kann durchaus vorkommen, dass Lehrinhalte – egal welchen Umfangs – durch die Studenten selbst erarbeitet werden müssen. Dies ist vor allem darin begründet, dass nur wenig Zeit zur Verfügung steht und verfolgt das Ziel, die Studenten an das selbstständige Arbeiten und Organisieren heranzuführen.

Vielleicht konnte ich hiermit den verzweifelten Mitstudenten zeigen, dass es doch gar nicht schlimm ist, von allem ein Bisschen zu beherrschen. Zudem schlage ich vor, sich bereits während des Studiums darüber Gedanken zu machen, in welchen der beschnupperten Bereiche man später einsteigen möchte. So verfolgt man ein Ziel, in welches man sich auch neben dem Studium einlesen kann und hat am Ende nicht das Gefühl, “nicht wirklich was zu können“.

Business Knigge

am 18. Januar 2017 in Aktuelles von
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Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag erinnern? Von meinem ersten Arbeitstag ist mir eines besonders im Gedächtnis geblieben. Und zwar, dass ich überhaupt nicht wusste, was ich anziehen und wie ich mich verhalten soll. Was ist denn normal? Welche Kleidung ist passend? Gibt es allgemeine Verhaltensregeln?

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Gutes Benehmen und die richtige Kleidung sind im Job entscheidend. Nicht nur deshalb gibt es auch das Sprichwort: „Kleider machen Leute“. Weil nur die wenigsten Firmen einen Knigge Ratgeber haben, werden in diesem Bericht einige wichtige Tipps gegeben, die Sie beachten sollten.

Ein großes Problem ist, dass man zum Beginn des Arbeitslebens noch gar nicht weiß, was gutes Benehmen in einem Unternehmen bedeutet. In der Schule gibt es keine Vorgaben zu Kleidung, Ausdrucksweise und Sprache. Auch in der Freizeit wird Knigge anders definiert.

Gerade als Berufsanfänger ist es deshalb schwer, die passende Kleidung für die Arbeit zu finden. Was ist angebracht? Wie mache ich einen guten Eindruck? Solche Fragen stellt sich jeder. Natürlich ist das in jeder Branche unterschiedlich, aber es gibt dennoch einige Regeln, die jeder Arbeitnehmer beachten sollte.

Bevor man die Frage, wie man Knigge richtig umsetzt, beantwortet, muss man sich erst einmal fragen, was Knigge überhaupt ist? Knigge beschreibt, wie man zivilisiert und konfliktfrei miteinander umgehen kann. Namensgeber von Knigge war Adolf Freiherr Knigge. Er hat über dieses Thema ein Buch verfasst. Auch wenn dieses Buch heutzutage nur noch selten gelesen wird, hat es den Grundstein für die Definition von Knigge gelegt.

Aus diesem Grund werden im Folgenden die wichtigsten, modernsten und relevantesten Knigge Regeln zusammengestellt. Wenn Sie diese wenigen Regeln beachten, können Sie jede Situation charmant meistern und einen professionellen Eindruck an ihrem ersten Arbeitstag und im Arbeitsumfeld hinterlassen.

Kommunikation

Gespräche sollten höflich und distanziert geführt werden. Dafür sollte man sich auf den Gesprächspartner einlassen und deshalb währenddessen auch keine anderen Dinge machen, wie Telefonate durchführen oder Mails checken. Außerdem sollte man pünktlich bei Terminen erscheinen. Am besten zehn Minuten früher als ausgemacht. Seinen Gesprächspartner sollte man zu Beginn mit “Sie“ ansprechen, wenn nichts anderes ausgemacht wurde. Später kann zum “Du“ gewechselt werden, wenn das nach Absprache passiert und in dem Unternehmen üblich ist. Zusätzlich ist es wichtig, dass eine Visitenkarte beachtet wird, wenn man eine bekommt und diese nicht sofort einpackt oder wegwirft.

Äußeres Auftreten

Kleider machen Leute. Das ist nicht irgendein Spruch, sondern entspricht der Realität. Der Mensch ist so veranlagt, dass er zuerst auf das Äußere schaut und dann schon einen Eindruck von der Person hat. Deshalb sollte man am Anfang besonders auf die passende Kleidung achten. Am ersten Arbeitstag lieber etwas zu schick kommen. Es sollte zu dem Unternehmen passen. So kleidet man sich in einer Bank anders als in der IT-Branche oder als Erzieher.

Sonstiges

Zuletzt ist es wichtig, positive Laune zu vermitteln und keine Vorurteile gegenüber dem Unternehmen oder einer Personengruppe zu haben. Seien Sie neugierig und seien Sie Sie selbst. Jeder ist anders und jeder hat Stärken, die in einem Unternehmen benötigt werden.

Wenn man zu sich selbst steht, kann man auch besser Kritik annehmen oder Lob verteilen. Wenn dann irgendwas doch nicht passt, kann man mit einer Person unter vier Augen sprechen. So findet sich meistens eine Lösung.

Wenn Sie das alles beachten, dann steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Wege. Aus diesem Grund freuen Sie sich auf den ersten Arbeitstag in einem neuen Unternehmen.

 

Quellen:

Inhalt: http://karrierebibel.de/business-knigge/

Bild: www.pixabay.com

ON15 meets Hamburg!

am 18. Dezember 2016 in Aktuelles von
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Dass Onlinemedien-Studenten nicht nur im dunklen Keller sitzen und ihre Webseiten programmieren ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Dass Onlinemedien-Studenten auch anders können wurde auch durch die Exkursion nach Hamburg erneut bewiesen. In der hiesigen Hansestadt waren sowohl informative, als auch unterhaltende Programmpunkte an der Tagesordnung.

Ankunft

Sonntagmorgen, 7:05 Uhr. ON15 besteigt den weißen Reisebus auf den Weg nach Hamburg. Auch wenn allenoch sehr verschlafen ist sind, ist die Stimmung trotzdem ausgelassen und man freut sich auf den Trip. Nach einer kurzen Ansprache und Vorstellung des Busfahrers geht es auch schon los. Knapp neun Stunden später fährt der mit gespannten Onlinemedien-Studenten beladene Bus in Hamburg Altona ein.

Das Meininger Hotel in Hamburg Altona bietet eine warme Herberge für Menschen aller Art und mit einer nahezu perfekten Anbindung an die Hamburger Bahnnetze wohnt man quasi im Zentrum Hamburgs.

Der Erste Punkt auf dem Programm war am Sonntagabend die Lichterfahrt an den Landungsbrücken. Auf der “Klein Erna” ging es durch die Schiffskanäle im wunderschön beleuchteten Hamburg. Neben der ulkigen Hafenpassage Hamburgs konnte man ebenfalls die für läppische 800mio.€ neu gebaute Elbfilharmonie mit ihrer schön anschaulich beleuchteten Aussichtsplattform betrachten. Ebenfalls erstaunlich war das knapp 400m lange Containerschiff, die Alexander von Humbold, die mit ihren 100.000 PS und 16.000 Container Maximaltraglast zu faszinieren wusste. Bei einem gemütlichen Abendessen im Zwick, dem Home of Rock’n’Roll auf St. Pauli ließen wir den Abend in netter Gesellschaft bei Burgern, Salaten oder auch Suppen ausklingen. Nach dem Abendessen ging es für viele der Studenten natürlich auch auf die legendäre Reeperbahn, auf der man sich von vielen touristischen Attraktionen unterhalten lassen konnte.

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Hamburger Hafen

Workshop mit Herr Mintert

An Tag zwei ging es nach dem Frühstück bereits morgens um 8:30 Uhr los in Richtung eines Seminarraum in Hamburg am Mexikoring. Dort sollten wir unter der Führung von Herr Mintert einen Workshop über Innovationen absolvieren. Da dieser aber gesundheitlich erstmal verhindert war, hielt uns Prof. Dr. Thomas Wirth einen interessanten Vortrag über User Experience im Bezug auf das Erinnern. Um ca. 12:00 Uhr ging es dann in die Mittagspause, in der wir alle zusammen im Hippen Restaurant “joris”, in dem wir uns mit Bolognese, Kartoffeln oder Burger für den Nachmittag wappneten.

Zu unseren Gunsten entwickelte sich der Tag vor allem wegen der Tatsache, dass es Herrn Mintert gegen Mittag wieder besser ging und wir so den Workshop durchziehen konnten. Wir beschäftigten uns damit, wie man Schritt für Schritt zu einer Innovation kommt und warum man die Frage “Was mache ich?” lieber mit der Frage “Warum mache ich was?” beantworten sollte. Im Anschluss des Workshops war wieder Freizeit angesagt.

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Workshop

Besuch bei Google

Der dritte Tag war der wohl spannendste Tag der Exkursion, denn es stand der Besuch beim Internetgiganten Google vor der Tür! In ihrem spektakulär eingerichteten Büro in der Nähe der Hafenstadt war jedes Stockwerk an ein bestimmtes Thema angepasst. So gab es ein Stockwerk, welches komplett das Thema Sport hatte, oder ein anderes, in welchem Hamburg im Vordergrund stand oder auch eins, welches primär rund um das Thema Musik gestaltet war. Am Ende der Führung stand eine schöne Präsentation von Google an der Tagesordnung, welche mit einer spannenden Fragerunde beendet wurde.

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Snackbar bei Google zum Thema “Hamburg”

Nur wenige Stunden nach dem Google-Besuch ging es für ON15 dann auch wieder nach Hause. Am späten Dienstagabend erreichte der weiße Bus die Mosbacher Mälzerei.

 

Alles in allem war die Exkursion nach Hamburg sehr informativ und vor allem schön. Die Impressionen, die wir bei der Lichterfahrt, bei Google oder von der Stadt allgemein erhalten haben, werden wir so schnell bestimmt nicht vergessen! Auf wiedersehen Hamburg!

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Kurs ON15

 

Bilder von Lennart Hinkel

Besuch im Nierenzentrum Heidelberg (NZH)

am 06. Dezember 2016 in Aktuelles von
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Im Zuge einer Lehrveranstaltung besuchten 19 Studenten aus dem Kurs ON15 des Studiengangs Onlinemedien der Dualen Hochschule Baden-Württemberg das Nierenzentrum in Heidelberg. Ziel war es das Krankenhaus, die Mitarbeiter und Patienten näher kennenzulernen.

 

Was ist das Nierenzentrum?

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NZH-Gebäude

Das Nierenzentrum ist ein Fachkrankenhaus rund um das Thema Niere. Dort arbeiten rund 180 Mitarbeiter, die sich jährlich um rund 1.700 stationäre und rund 8.000 ambulante Patienten sorgen. Darüber hinaus ist es ein autonomer Teil der Uniklinik Heidelberg. Seit April 2003 ist der ärztliche Leiter des Krankenhauses Prof. Martin Zeier.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Krankenhauses und auf Facebook.

 

Warum waren die Studenten dort?

Im dritten und vierten Semester des dualen Studiums werden in Teams verschiedene innovative Produktideen entwickelt. Dabei starten die Teams in der Ideenfindung und konkretisieren diese Idee im Laufe des Projektes. Ein wichtiger Teil des Projektes ist es sich mit dem Markt und dem Ökosystem, für welches das Produkt entwickelt werden sollte, auseinanderzusetzen. Darüber hinaus wird ein Marketingkonzept im dritten und im vierten Semester ein Businessplan erstellt. Als Letztes wird das Ergebnis vor Investoren und Interessenten aus dem Wirtschaftssektor präsentiert. Dabei wird das Produkt mithilfe eines Prototyps/ Klickdummy vorgeführt.

In den letzten Jahren wurden folgende Themen behandelt:

  • Relaunches eines eBook-Konzeptes und Shopdesign
  • Produktinnovation für ein Online-Verlag
  • Produktinnovationen im Bildungsmarkt

Dieses Jahr drehen sich die Themen um das Klinikumfeld, Flüchtlinge und Gastronomie. Für diese Bereiche soll eine innovative Idee für eine App entwickelt werden. Es gab für das Klinikumfeld drei verschiedene Themengebiete: der stationäre Aufenthalt, der ambulante Aufenthalt und die medikamentöse Behandlung.

Die Studenten von ON15 befinden sich gerade in der Phase der Ideenfindung. Dabei spielt die Zielgruppe eine wichtige Rolle, welche bei dem Besuch näher kennengelernt wurden. Darüber hinaus war es die perfekte Möglichkeit ein Bild von „dem Ökosystem Krankenhaus“ zu bekommen.

 

Wie kam es zu dem Besuch?

Bei den Projekten im Klinikumfeld gibt es eine Leadagentur, welche das FAKTENHAUS darstellt. Über dieses wurde der Besuch am NZH geplant und durchgeführt. Vor dem Besuch hatten die Studenten die Möglichkeit mit der Leiterin der Leadagentur zu sprechen um sich auf den Besuch gut vorzubereiten.

 

Was haben die Studenten dort gemacht?

Nachdem die Studenten angekommen sind, wurden sie von dem stellvertretenden Stationsleiter Herrn Simon Quick durch die Ambulanz geführt. Dort erzählte Dr. med. Florian Kälble (Assistenzarzt) etwas über die Prozesse in der Ambulanz und wie die Untersuchungen grob geplant werden.

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Assistenzarzt. Dr. med. Florian Kälble

Dabei erzählte er, dass manche Patienten regelmäßig zur Dialyse müssen und dass die Ärzte deren Untersuchungen im Voraus planen und vorbereiten. Neuzugänge oder Notfälle können nicht vorbereitet werden, da man beim ersten Besuch herausfinden muss, was der Patient hat und welche Behandlung er benötigt. Die Dauer solcher Termine ist deshalb sehr schwer einzuschätzen.

 

Aus diesem Grund gibt es in der Ambulanz keine festen Termine für die Patienten. Das zu erfahren war besonders interessant.

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Onlinemedien-Studenten im NZH

Später hatten die Studenten die Möglichkeit, Interviews mit fünf Patienten durchzuführen. Diese wurde zuvor vom NZH gefragt und waren offen Fragen von den Studenten zu beantworten. Dafür hatten die Studenten zuvor Interviewleitfaden erstellt, damit sie Antworten auf ihre offenen Fragen bekommen. Beispielsweise wollte man herausfinden, ob die Features, welche die einzelnen Gruppen sich überlegt haben benötigt und genutzt werden würden. Außerdem wollten die Studenten erfahren, welche Probleme im Alltag mit der Krankheit auftauchen um diese mit ihrer App lösen zu können.  Durch die Interviews bekamen die Studenten neue Erkenntnisse und Ideen.

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Besprechung mit Prof. Zeier (Ärztlicher Leiter des NZHs)

Nach einem kurzen Mittagessen in der Kantine des Uniklinik Heidelberg gab es eine Fragerunde mit Professor Zeier. Dabei konnten die Studenten jegliche Fragen stellen. Auch auf dieses Gespräch hatten sich die Studenten vorbereitet und einen Fragenkatalog erstellt. Man erfuhr, dass die digitale Transformation auf jeden Fall auch den Alltag in der Klinik erleichtern kann. Prof. Zeier denkt dabei beispielsweise an eine elektronische Krankenakte oder Gesundheitskarte.

 

Im Anschluss auf dieses Interview präsentierte jedes Team von ON15 ihre bisherige Produktidee vor den interessierten Klinikmitarbeitern. Diese gaben Feedback, ob solch ein Produkt Vorteile bringen würde und gaben ihre Ideen preis.

Als Letztes führte Herr Quick die Studenten durch die Bettenstation und erklärte ihnen den Arbeitsablauf auf Station bei der Dialyse.

 

Was ist das Resümee?

Der Besuch im NZH war eine super Möglichkeit die Arbeitswelt in einem Krankenhaus kennenzulernen. Darüber hinaus konnten sich die Studenten nach dem Aufenthalt ein klareres Bild machen, was einem Patienten stationär/ambulant oder bei der Medikation helfen kann. Besonders das Interview mit den Patienten, Mitarbeitern und Ärzten war eine Bereicherung. So haben sie viele Ideen bekommen, die sie sehr gut ausarbeiten können.

 

Danksagung

Da es nicht alle Tage vorkommt, ein Teil der Uniklinik Heidelberg anschauen zu dürfen möchten wir (die Teams von ON15) uns herzlich bedanken für den Besuch und die gute Organisation seitens des NZHs und dem Faktenhaus.

Vielen Dank

 

Quellen:

https://www.faktenhaus.de/index.php?id=125

 

Bilder: Nora Winter

Bild NZH: https://www.nierenzentrum-heidelberg.com/fileadmin/templates/assets/img/re_1.jpeg

Als ON Student in China

am 07. November 2016 in Exkursionen, ON-Life von
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In Shanghai wird es gerade Herbst, das Wetter schlägt um und ich befinde mich im Endspurt meines Abenteuers. Als ON-Student bin ich seit dem ersten Juli in China und wie es dazu kam, was ich hier eigentlich mache und warum ich euch China ans Herz legen kann, möchte ich in einer kleinen „Kolumne“ (ist das Wort schon zu hoch gegriffen?) berichten.

Warum ein ON-Student den Sommer in China verbringt

Mit China stand mein erstes Abenteuer solcher Art an. Nach meinem Abitur 2013 habe ich mich bewusst gegen ein „Work & Travel“ in der weiten Welt entschieden und im kleinen Mosbach diese Entscheidung von Zeit zu Zeit bereut. Der Drang, die Welt zu erkunden, setzte bei mir wohl erst später ein.
Mit meinem Ausbildungsunternehmen hatte ich jedoch die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu verbringen. Da mein Unternehmen auf allen Kontinenten präsent ist, haben wir DH-Studenten im vierten Semester die Chance, eine Tochtergesellschaft im Ausland zu besuchen und dort bei einem eigenen Projekt mitzuarbeiten. Wo es genau hingeht, hängt dann sehr oft von der Fachabteilung und den Kapazitäten in der jeweiligen Tochter ab.

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres bekam ich die Anfrage, ob ich Lust auf ein Projekt zum Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) habe und dieses in China durchführen möchte. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit China nicht gerechnet hatte! Je mehr Tage ins Land zogen, desto mehr freundete ich mich mit dem Gedanken an und ich hatte wirklich Spaß an der Idee, in eine komplett andere Kultur einzutauchen, in einer Megacity zu leben und nebenbei ein eigenständiges Projekt zu leiten. Das Abenteuer konnte also beginnen!

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Die Vorbereitung

Dadurch, dass China für mich eine Dienstreise ist, hatte ich mit der Visumbeantragung nicht viel zu tun. Ich kann aber sagen, dass der Prozess sehr viel weniger aufwendig ist, als für ein Arbeitsvisum in den USA. Da hatten meine Kollegen einen deutlich höheren Arbeitsaufwand zu betreiben.
Dennoch kann ich euch einen Tipp mitgeben. Als Berufsbezeichnung hatte ich anfangs „Onlinemedien“ angegeben. Naja, ich bin schließlich On-Student und habe darin kein Problem gesehen. Ein aufmerksamer Mitarbeiter in meinem Unternehmen jedoch schon und dank ihm wurde mein Visumsantrag dann auch nicht abgelehnt, denn für die Einreise werden wohl jegliche Berufe, die die Bezeichnung „Medien“ oder ähnliches tragen, kategorisch abgelehnt. Mein Abenteuer hätte also bereits zu Ende sein können, bevor ich es überhaupt begonnen hatte.

Die ersten Eindrücke

Wenn ich an meine Gedanken vor der Reise zurückdenke, dann habe ich mich wohl am meisten um die Ankunft und die ersten Tage im fernen China gesorgt. Sind alle auf mich vorbereitet, ist soweit alles organisiert, wie heiß wird es in Shanghai sein…?
Mit den Kollegen aus der Marketingabteilung hatte ich bereits in Deutschland per Email Kontakt, um mein Projekt vorzubereiten. So wusste ich schon zuvor, mit wem ich es zu tun haben werde.

Das Wetter hier in Shanghai in den Sommermonaten vergleiche ich gerne mit einem Schmetterlingshaus. Es ist sehr heißt und schwül und ich habe einige Tage gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Metros, das Office und nahezu alle Geschäfte sind aber klimatisiert, da kann es schon mal frisch werden. Prinzipiell kann ich aber zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Jäckchen aus dem Haus.

Rad mit Holz

Etwas außerhalb der Stadt, aber mit einer sehr guten Anbindung wohne ich hier mit einem anderen Studenten in einem Appartement, welches sich auf einem sehr großen Wohnkomplex befindet. Auf der anderen Straßenseite befindet sich auch direkt die nächste Metro-Station, sodass das Leben hier wahnsinnig flexibel ist. Mit den ganzen Menschenmassen fühlte ich mich anfangs lange Zeit wie auf dem Rummel. Zudem bin ich der Sprache nicht mächtig und ziehe als Ausländer überall die Aufmerksamkeit auf mich, was für mich anfangs ein Stressfaktor war. Mittlerweile komme ich dadurch aber auch in den Genuss davon, Ausländer zu sein und „Privilegien“ zu haben, da Chinesen in dieser Hinsicht sehr neugierig und auch immer sehr hilfsbereit sind.

Chinesisches Gebäude

SEO in China

Weil wir uns hier nicht auf meinem Reiseblog sondern auf dem Blog Onlinemedien befinden, möchte ich an dieser Stelle noch einige Worte über die Suchmaschinenoptimierung verlieren.

Mit SEO verfolgt man immer das Ziel, eine Webseite bestmöglich in den Suchergebnissen der Suchmaschine (wir nennen sie mal Google) zu platzieren. Das hat mehrere Gründe: Zum einen möchte ich als Unternehmen vielleicht viele Benutzer über die Suchmaschine auf meine Webseite locken, um dadurch den organischen Traffic meiner Seite zu erhöhen. Ich kann aber auch meine Markenbekanntheit stärken, wenn ich für meine Produkte oder Dienstleistungen bei Google oft unter den Top-Rankings bin.
Um das primäre Ziel – Top-Platzierungen einzunehmen – zu erreichen, gibt es zahlreiche Methoden. In einige davon wurde ich vor meiner Reise nach China von meiner Fachabteilung eingearbeitet. In anderen wiederum habe ich mich selbst eingefunden. Und hier wären wir auch schon am Knackpunkt meines Projekts. Ich habe es hier nicht mit einem bekannten Gegner namens Google zu tun, in China herrschen andere Regeln. Die bevorzugte Suchmaschine ist hier nämlich Baidu mit einem Marktanteil von 72 Prozent. Google nimmt hier gerade mal noch 2 Prozent ein. Somit ist auch der Algorithmus der Suchmaschine, der die Ergebnisse bewertet und listet ein anderer. Zu diesem Thema habe ich mich lange Zeit befasst und verschiedene Trainings erarbeitet, die ich während meinem Aufenthalt den chinesischen Kollegen näher bringe und sie so zum Thema SEO schule.

Team

Was ich hier neben der Arbeit alles unternehme, möchte ich euch gerne in einem zweiten Artikel beschreiben. Wer bis dahin nicht warten kann, darf sich auch gerne auf meinem privaten Reiseblog über Shanghai umsehen.